Fachberatung

Tipp für November

  


Was ist zu tun? 

Den Garten bereiten wir jetzt auf den Winter vor. Die letzten Ernten sind eingebracht. Wer seinen Boden traditionell bearbeitet, gräbt die frei gewordenen Beete, um sie in grober Scholle den Winter über liegen zulassen. Bei recht schweren Böden ist diese Methode durchaus sinnvoll. Viele graben ihre Gärten, heute nicht mehr, sondern mulchen die Beete, um sie im Frühjahr nur mit einem Sauzahn zu lockern. Ich weiß, dass über die rich­tige Methode viel gestritten wird, meine jedoch, es muss jeder selbst aus­probieren, was für ihn die beste Art der Bodenbearbeitung ist.

Generell sollte der Boden unter Bäumen und Sträuchern nicht tief gelockert werden. Das könnte zu Beschädigungen der Wurzeln führen. Es ver­dunstet außerdem viel wertvolle Bodenfeuchtigkeit. Besonders unter Beerensträucher vor allem bei Himbeeren, wird der Boden nicht gegra­ben, sondern besser mit einer Mulchschicht versehen.

Wer im Blumengarten nicht alle Zwiebeln gesteckt hat, sollte es möglichst heute noch tun, sofern es das Wetter erlaubt. Je später sie in die Erde kommen, desto später kommen sie im Frühjahr zur Blüte.


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      Hochstammrosen brauchen sorgfältigen Winterschutz

Wie bei Beet-, Edel- und Zwergrosen muss auch der Wurzelraum Hochstammrosen durch Anhäufeln mit Erde oder Kompost vor Bodenfrösten geschützt werden. Zusätzlich ist es jedoch auch wichtig, die empfindliche Krone vor Kälte zu bewahren.

Junge, noch sehr biegsame Hochstämmchen können Sie vorsichtig bis auf den Boden herunterbiegen und dort mit einer Astgabel oder einem großen Zelthering festhalten.

Achten Sie darauf; dass Sie den Stamm im großen Bogen entgegen seiner kleinen Krümmung am Stammfuß umlegen. Die Krümmung befindet sich in der Regel knapp unter der Bodenoberfläche. Die Krone wird anschließend etwa 20 Zentimeter hoch mit lockerer Erde bedeckt.

Auf gar kei­nen Fall darf sie direkt in den Boden eingegraben werden, da die zarten Triebe dort stärker den Bodenfrösten ausgesetzt sind. Wenn Sie darüber hinaus den Stamm mit Reisig bedecken, ist der Schutz auch in raueren Gegenden perfekt. Die Zweige lassen sich mit einer Paketschnur an der Rose befestigen.



 

        Empfindliche Zwiebelblumen müssen im Winter ins Haus

 

Im November ist es höchste Zeit, nicht win­terharte Zwiebel- und Knollengewächse aus dem Boden zu nehmen. Das betrifft vor allem Dahlien, Gladiolen, Tiger­blume (Tigridia pavonia) und Blumenrohr (Canna).

Zunächst werden die Zwiebeln und Knollen vom gröbsten Schmutz befreit und für einige Tage an einem warmen, luftigen Platz getrocknet. Anschließend las­sen sich leicht Blattreste, ab­gestorbene Zwiebelhüllen und alte Wurzeln beseitigen.

Knollen mit fauligen oder schimmligen Stellen sollten Sie aussortieren, damit sich keine Krankheitserreger auf die gesunden Pflanzen über­tragen. Eingelagert werden die Knollen in einer Holz­kiste mit trockenem Sand oder Torf.

Der Lagerplatz sollte kühl, aber frostfrei, trocken und dunkel sein. Günstig sind Temperatu­ren um 10 °C, bei Dahlien etwas kühler zwischen 5und 7 °C.

 

Tipp: Wenn Sie die Knollen nach Sorte und Blütenfarbe getrennt lagern und beschriften, behalten Sie im nächsten Jahr beim Pflanzen leichter die Übersicht.

             


    

November

 

Solchen Monat muss man loben;

Keiner kann wie dieser toben,

keiner so verdrießlich sein

und so ohne Sonnenschein!

Und wie nass er alles macht!

Ja es ist ‚ne wahre Pracht.

Seht das schöne Schlackerwetter!

Und die armen welken Blätter,

wie sie tanzen in dem Wind

und so ganz verloren sind!

Wie der Sturm sie jagt und zwirbelt

und die durcheinander wirbelt

und sie hetzt ohn’ Unterlass;

Ja, das ist Novemberspaß!

 

(Heinrich Seidel)