Wie pflanzt man Rosen?  

Die Rose ist die mit Abstand beliebteste Gartenpflanze, sie ist die"Königin der Blumen" und blüht in jedem Garten. Es gibt eine schier unerschöpfliche Zahl von Sorten, die durch Blütenreichtum, Blühdauer, Farben- und Formenfülle der Blüten alle anderen Pflanzen in den Schatten stellen. Ihre vielen verschiedenen Erscheinungsformen als Wild-, Busch-, Kletter-, Hochstamm- oder edle Schnittrose erlauben den universellen Einsatz bei der Gartengestaltung.

Der Herbst ist Pflanzzeit, denn dann können sich die Rosen noch an den neuen Standort gewöhnen und im kommenden Frühjahr mit neuer Kraft erblühen. Bei der Standortwahl sollte man die Wuchshöhe und -form bedenken und die einzelnen Stöcke nicht zu dicht nebeneinander setzen. Rosen sind Sonnenkinder. Sie lieben sehr sonnige bis halbschattige Plätze mit guter Luftzirkulation. Das Pflanzen vor heißen Südwänden ist aber nicht zu empfehlen, da dort zu viel indirektes Sonnenlicht die Rosen regelrecht verbrennen würde und die hohe Lufttrockenheit eine ideale Vorraussetzung für die Verbreitung von Spinnmilben ist.

Das Wurzelsystem der Tiefwurzler kann bis zu 1 m in die Tiefe reichen. Der Boden sollte daher sandig-lehmig mit ausreichendem Humusanteil sein, damit die Wurzeln stets gut belüftet sind. Sie können bis zu drei Jahre als Kübelpflanze gehalten werden, danach sollten die Rosen in ein Beet umgepflanzt werden.

Wurzelnackte Rosen können im Oktober/November oder März/April gepflanzt werden. Container-Rosen lassen sich dagegen ganzjährig pflanzen, außer in den Wintermonaten. Die empfindlichen Wurzeln müssen beim Pflanzen unbedingt gegen Austrocknen geschützt und eventuell in ein Wasserbad gelegt werden. Faulige und beschädigte Wurzeln werden abgeschnitten, die anderen eingekürzt. Die Triebe können ebenfalls eingekürzt werden, bei der Frühjahrspflanzung wird dies gleich mit dem Rückschnitt verbunden.

Vor dem ersten Frost im November/Dezember müssen die Rosenstöcke mit Erde angehäufelt werden, um ein Erfrieren zu verhindern. Der Rückschnitt im Winter darf nicht zu kräftig erfolgen, da die Spitzen einige Zentimeter zurückfrieren. Die abgefrorenen Triebe sind an ihrer dunkleren Verfärbung deutlich zu erkennen und werden erst im Frühjahr zurückgeschnitten. Der richtige Schnitt ist besonders wichtig, denn er sorgt für kräftigen Wuchs, üppige Blüte und allgemeines Wohlbefinden der Rosen.

Im Grunde gelten die gleichen Regeln wie beim Obstbaumschnitt, da auch Rosen zu den Gehölzen gehören: Geschnitten wird im Frühjahr, wenn die Knospen zu schwellen beginnen. Dies geschieht zwischen Ende Februar und Ende März. Wählen Sie dazu einen trockenen Tag, da durch die Schnittfläche eindringende Feuchtigkeit Krankheiten hervorrufen könnte.